
Was unsere innere Stimme mit unserem Stress zu tun hat
Tiefes Mitgefühl für andere zu empfinden, sich in ihren Schmerz und ihre Freude hineinzuversetzen, ist ein Geschenk, aber es ist auch eine Verantwortung. Wenn diese Gabe überstrapaziert oder als selbstverständlich angesehen wird, beginnt sie sich weniger wie eine Stärke und mehr wie eine Last anzufühlen.
Empathie, die oft als eine der tiefsten menschlichen Tugenden gefeiert wird, hat ein Gewicht, das selten anerkannt wird. Sie drückt auf die Seele und entzieht Energie, die eigentlich geteilt und nicht völlig aufgeopfert werden sollte. Die Last beginnt oft ganz unschuldig. Du hörst zu, du kümmerst dich, du opferst deine Zeit und deine emotionale Energie für jemanden, der sie braucht. Mit der Zeit jedoch wächst ihre Abhängigkeit und damit auch der Tribut für deinen Geist. Du beginnst zu bemerken, dass sich deine Empathie nicht mehr wie eine Wahl anfühlt, sondern wie eine Pflichtveranstaltung. Ihr Schmerz wird zu deinem eigenen, ihre Kämpfe wiegen schwerer auf deinem Herzen als deine eigenen Sorgen. Empathie wird am belastendsten, wenn sie auf diejenigen trifft, die sie ohne Gegenleistung fordern. Es gibt diejenigen, die sich auf dein Verständnis stützen, ohne dir etwas dafür zu geben, die Trost in deiner Gegenwart suchen, während du langsam deinen eigenen Frieden verlierst. Das sind keine gegenseitigen Verbindungen, sondern einseitige Transaktionen, bei denen du dich ausgenutzt und ungesehen fühlst. Das Gewicht der Empathie wird verstärkt, wenn sie mit Schuldgefühlen kollidiert. Du fühlst dich verpflichtet, weiter zu geben, weiter zu verstehen, denn aufzuhören fühlt sich an wie im Stich lassen. Diese Schuldgefühle sind jedoch unangebracht. Sie rühren nicht von einem echten Versagen deinerseits her, sondern von einem tiefen Wunsch zu helfen, der von anderen ausgenutzt wurde. Die Last wächst, weil du dir selbst noch nicht die Erlaubnis gegeben hast, sie abzulegen. Kommt dir das bekannt vor?

Warum unsere guten Vorsätze meist zum Scheitern verurteilt sind
Habt ihr euch auch schon mal Dinge vorgenommen, die ihr ab dem neuen Jahr umsetzen wolltet? Habt ihr vielleicht schon welche für 2024? Ja? Und – wie lange habt ihr in der Vergangenheit durchgehalten? Ich meist nicht lange. Dafür gibt es auch einen Grund.

Stresskompetenz und Stressmanagement gehört an jede Schule
Lehrermangel, Lernrückstände, Home Schooling - die Mär vom erfolgreichen, deutschen Bildungswesen. Sie bröckelt schon seit etlichen Jahren. Spätestens seit der Corona-Pandemie dürfte auch dem letzten Optimisten klar sein, dass hier tiefgreifender Handlungsbedarf besteht. Ich würde mir neben mehr Agilität im Bildungssystem auch mehr Fokus auf "Soft Skills" wünschen. Eine gut entwickelte Stresskompetenz würde die Situation von Schülern und Lehrern gleichzeitig massiv verbessern und auch zu mehr Lebensqualität beitragen. Zudem ist gesunde Stressbewältigung eine Fähigkeit, von der man ein ganzes Leben lang profitiert.

Stress Coaching: die große Unbekannte
Was für Führungskräfte schon seit Jahren zur Normalität gehört, ist für den Durchschnittsbürger leider noch absolutes Neuland - insbesondere in kleineren Städten und in ländlichen Gegenden.